Die Figur Matthäi

Die Entwicklung Matthäis


Matthäi ist keine statische Figur, er verändert sich im Laufe der Binnenhandlung.

Der Ich-Erzähler lernt Matthäi nur für einen Augenblick kennen: Auf der Fahrt von Chur nach Zürich hält Dr. H. an einer Tankstelle. Matthäi beobachtet einen heruntergekommen, alkoholabhängigen Tankwart. Erst nachher erfährt er von Dr. H., dass das "traurige, versoffene Wrack, das uns bediente", einst sein "fähigster Mann" gewesen sei. (S 14)

Alle weiteren Angaben werden von Dr. H. gemacht. Er kennt Matthäi als seinen Mitarbeiter, schätzt dessen Leistung als Polizist und dessen Persönlichkeit, beobachtet dessen Abstieg und erhält weitere Informationen über Matthäi von allen möglichen Informanten, z. B. von Henzi (S 71), von Leuten aus der Unterwelt (S 95) und vom Psychiater Dr. Locher (S. 91).

 

Matthäi entwickelt sich von einem korrekten, klugen, gewissenhaften Polizeibeamten zu einem Fanatiker, der von der Idee, den Mörder Gritlis zu fassen, besessen ist und dem jedes Mittel zu seinem Ziel recht ist. Um den Mörder zu stellen, gibt er nicht nur seine eigenen Karrieremöglichkeiten auf, sondern benutzt auch Annemarie als Lockvogel. Er setzt sie damit wissentliche der Gefahr aus, ebenfalls ermordet zu werden. Schlussendlich kann Matthäi sein Scheitern nicht akzeptieren, er verliert zunehmend den Bezug zur Realität und verwahrlost. Schließlich endet er als arbeitsunfähiges und alkoholkrankes Wrack.

 

Arbeitsaufgaben zur Figur Matthäis und zur Handlung
a2_a3_inhalt_versprechen_101123.docx
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