Der Trojanische Krieg. Hintergrund der Erzählung

In "Kassandra" erzählt Christa Wolf die Geschichte vom Trojanischen Krieg aus einer "anderen" Perspektive. Dass wir die grundlegenden Geschehnisse kennen und mit den Namen auch Schicksale und Attribute verbinden, setzt sie voraus. Denn Christa Wolf interessiert sich nur in zweiter Linie für die eigentliche Geschcihte. Vielmehr ist die Geschichte vom Trojanischen Krieg für sie die Folie, vor der sie grundlegende psychologische, philosophische und politische Fragen diskutiert. Oder vielmehr: Sie lässt ihre Protagonistin Kassandra über diese Fragen reflektieren. 

 

Die Geschichte beginnt und endet vor dem Löwentor in Mykene. Kassandra ist am Ende ihres Lebens angelangt. Wenn sie durch das Löwentor in das Innere der Burg tritt, wird sie erschlagen werden. Und als Seherin weiß sie, dass sie nur noch ganz kurze Zeit zu leben hat. Sie kennt ihr Schicksal. Aber sie kann in dieses Schicksal nicht eingreifen. 

 

Kurz vor ihrem Tod nutzt Kassandra die wenige Zeit, die ihr noch bleibt, um über ihr Leben, ihre Rolle im Krieg, ihr Scheitern, die Menschen, die ihr begegnet sind uva. nachzudenken. Sie versucht, das was sie erlebt hat, zu ordnen, zu verstehen, zu integrieren. Dabei dringt sie nur ganz langsam zu den Themen vor, die für Kassandra selbst besonders schmerzhaft und schambesetzt sind: zur Kränkung, die ihr Vater ihr zugefügt hat, und zur Schuld, die sie selbst auf sich geladen hat. 

 

Dieser Erinnerungsmonolog ist die eigentliche Geschichte. 

 

Als LeserInnen dürfen wir diesem Erinnerungsmonolog "zuhören". Aber wir müssen das, was Kassasndra uns zu erzählen hat, selbst ordnen, strukturieren und reflektieren. 

Arbeitsblatt

AB1: Hintergrundrecherche zum Trojanischen Krieg
ab1_orte_namen_recherche.docx
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