Brauchen junge Menschen Vorbilder? Und: Wer kann ein Vorbild sein?

Eine kleine Geschichte ...

 

Eines Tages kam eine Frau zu einem buddhistischen Mönch und bat ihn, er möge ihren kleinen Sohn davon überzeugen, nicht so viel  Süßes zu naschen. Sie glaubte, die Worte des weisen Mannes hätten mehr Gewicht als ihre eigenen. Der Mönch antwortete, dass er sich drei Monate auf diese Aufgabe vorbereiten müsse. Als die Frau drei Monate später mit ihrem Sohn erneut zum Mönch kam, erklärte er dem Jungen mit einfachen Worten, dass er nicht so viel Zucker essen solle. Zucker sei nicht gut für die Gesundheit. Er würde stärker und größer werden, wenn er darauf verzichten würde. Der Junge war sofort einverstanden.


Die Frau nahm den weisen Mönch beiseite und fragte ihn, warum er sich auf eine so einfache Erklärung drei Monate vorbereiten musste. Dieser antwortete: „Um überzeugend zu sein, musste ich zunächst selbst drei Monate auf Zucker verzichten. Nur so konnte ich deinem Sohn das Vertrauen vermitteln, das Gleiche auch zu tun.“ (Quelle unbekannt)

 

zum Nach- und Weiterdenken ...

 

a) Welche Idee von einem Vorbild vermittelt die Geschichte?

b) Stimmst du dieser Idee zu? Warum? Warum (nicht) 

c) Welche Eigenschaften muss nach deiner Meinung ein Vorbild haben?